Dienstag, 26.05.2026 – Anreise ins Nordseeparadies
Manchmal beginnt Urlaub (oder die erweiterte Freizeit) genau so, wie man ihn sich wünscht.
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30 Grad, strahlender Sonnenschein und eine erstaunlich freie A1. Fast schon verdächtig wenig Verkehr. Lediglich die üblichen Ehrenrunden bei Bremen und Hamburg erinnerten daran, dass man sich noch in Deutschland befand.
Gegen 14:30 Uhr erfolgte der erste Pflichtstopp in der Räucherscheune.
Ein Matjes-Fischbrötchen musste her.
Der Matjes war herrlich zart, mild gereift und butterweich. Zusammen mit knackigen Zwiebeln und einem frischen Brötchen entstand eine Geschmackskomposition, die jedem Nordseeurlaub offiziell die Starterlaubnis erteilt. 🐟
Anschließend Check-In im Urban Nature.
Der Welcome Drink: Astra Urtyp. 🍺 Malzig, würzig, norddeutsch. Kein Bier für Influencer. Ein Bier für Menschen.
Der erste Strandbesuch folgte unmittelbar. 24 Grad, Sonne, Wind und überraschend wenige Menschen. An der Arche Noah gab es zur Erfrischung ein Krombacher Pils. Goldgelb funkelnd, mit feinporiger Schaumkrone und genau der richtigen Mischung aus Hopfen und Frische. Flüssige Urlaubsglückseligkeit. Am Abend ging es zum Gosch. Die Garnelen in Knoblauch badeten förmlich in aromatischem Olivenöl. Der Duft allein sorgte bereits für spontane Glückshormone. Dazu knuspriges Brot, das jede einzelne Spur der Sauce restlos beseitigte.
20:15 Uhr.
Krombacher Pils an der Arche Noah. Warten auf den Sonnenuntergang. Und wieder diese legendären Wege durch SPO. Man startet mit Orientierung. Man endet mit Abenteuer. Irgendwann kommt man trotzdem am Strand an. 😂 Der Sonnenuntergang um 21:40 Uhr war schlicht sensationell. Der Himmel brannte förmlich. Orange, Rot, Pink und Gold verschmolzen zu einem Kunstwerk, das selbst Photoshop neidisch gemacht hätte. Die Pfahlbauten standen wie dunkle Wächter vor dem glühenden Horizont.
Die Kamera glühte. Der Fotograf ebenfalls. 📸😍Zum Tagesabschluss gab es noch ein Bier im Hotel.
Nordsee 1 – Alltag 0.
Mittwoch, 27.05.2026 – Westerhever und Gegenwind aus allen Richtungen 🌬️
Der Tag begann mit dem traditionellen Überfall auf das Frühstücksbuffet. Rührei, das so cremig war, als hätte es einen Wellnessurlaub hinter sich. Bacon mit perfekter Knusprigkeit. Verschiedene Käsesorten. Frischer Orangensaft.
Kurz gesagt: Die ideale Grundlage für eine Wanderung gegen den nordfriesischen Wind.
Westerhever. 2,1 Kilometer hin. 2,1 Kilometer zurück. Gefühlt 14 Kilometer Gegenwind. Egal in welche Richtung man lief. Der Wind kam immer von vorne. 😂 Der Leuchtturm belohnte jedoch jede Anstrengung. 157 Stufen hoch. 157 Stufen wieder runter. Oben wartete eine Aussicht, die sprachlos machte. Salzwiesen, Deiche, Nordsee und unendliche Weite. Dazu perfekte Fotobedingungen. Am Parkplatz gab es zur Belohnung ein alkoholfreies Flensburger Radler. Spritzig, erfrischend und mit genau der richtigen Zitronennote.
Spontan ging es anschließend zur Schäferei Rolfs. Die Himbeer-Joghurt-Torte war ein Gedicht. Luftiger Boden. Fruchtige Himbeeren. Leichte Joghurtcreme. Eine perfekte Balance aus Süße und Frische. Dazu eine Deichlimo Zitrone. Man muss schließlich etwas für die DGzRS tun. 😇
Büsum wurde spontan vorgezogen. Leider hatten offenbar sämtliche Touristen Europas dieselbe Idee. Planänderung. Zurück nach SPO. Zurück ans Meer. Zurück ins Glück.
17:30 Uhr. Arche Noah.
Krombacher. Goldgelb, eiskalt und herrlich prickelnd. Währenddessen wurden Postkarten geschrieben. Digital frankiert.
Bereit für den Briefkasten. Das Problem: Es gab keinen. Jedenfalls keinen sichtbaren. Vermutlich wurde der letzte gelbe Briefkasten gemeinsam mit dem Bernsteinzimmer versteckt. 😂 Abends wieder Garnelen bei Gosch. Perfekt gebraten. Leicht karamellisiert. Frischer Salat. Urlaub auf dem Teller.
Der Sonnenuntergang lieferte erneut Bilder für die Ewigkeit. Danach ein letztes Astra Urtyp im Urban Nature.
Der perfekte Abschluss.
Donnerstag bis Samstag – Husum, Sylt und Pinot-Grigio-Eskalation 🍷😂
Donnerstag begann natürlich mit dem Frühstücksbuffet. Guacamole. Möhrchen. Käse. Aufschnitt. Körnerbrötchen. Dazu Kaffee. Ein Frühstück, das selbst Ernährungsberater glücklich machen würde.
Um 10:22 Uhr sollte die RB64 fahren. Sollte. 10:27 Uhr. Keine Bahn. 10:33 Uhr. Immer noch keine Bahn. Urlauber lernen Gelassenheit.
11:35 Uhr Husum. Charmant, klein und gemütlich. Dazu ein Krabbenbrötchen. Frische Nordseekrabben, leicht süßlich im Geschmack, perfekt abgestimmt auf das frische Brötchen. Auf der Rückfahrt trafen wir auf die größte Naturgewalt Norddeutschlands:
Schüler nach Schulschluss. Der Geräuschpegel erinnerte an einen internationalen Kongress von Papageien auf Koffein. 😂 Immer noch angenehmer als eine Fahrt mit der KVB. Zurück in SPO folgte die Belohnung. Ein großes Alster. Krombacher und Sprite. Leicht, spritzig und unglaublich erfrischend. Der perfekte Begleiter bei 19 Grad und Sonnenschein. Abends ging es zur Trattoria Pasquale.
Farfalle mit Lachs und Brokkoli. Perfekt al dente. Cremige Sauce. Saftiger Lachs. Frischer Brokkoli.
Ein Gericht, das beweist, dass Glück durchaus essbar sein kann.
Freitag begann wie jeder gute Urlaubstag: Buffet. Kaffee. Guacamole. Hausgemachtes Brot. Wurst. Käse. Würstchen.
Kurz gesagt: Ein Buffet, bei dem man eigentlich Eintritt verlangen müsste. Danach wurde Diesel getankt. Unter 1,90 Euro. Praktisch ein Sonderangebot. Fast geschenkt. Man erwartete beinahe Applaus an der Zapfsäule. 😂 4800 Schritte später stand man am neuen Pfahlbau Nord 54°. Mit einem Jever Fun Zitrone. Leicht herb. Fruchtig. Erfrischend. Perfekt für Nordseeluft. Zurück an der Arche Noah wartete wieder ein eiskaltes Alster. Es muss ja weg.
Am Nachmittag musste noch ein Fischbrötchen in der Fischstube Manuela gegessen werden. Meiner Meinung nach die beste im Ort.
Kräutermatjes im Dinkelbrötchen. Zwei Matjes. Berge von Zwiebeln. Remoulade. Ein Brötchen von beeindruckender Größe. Hamburg wurde damit offiziell deklassiert.
Am Nachmittag folgte der Pinot Grigio bei Pasquale. Fruchtige Noten von Birne und Apfel. Leicht gekühlt. Herrlich sommerlich. Aus einem Glas wurden zwei. Aus zwei wurden drei. Aus drei wurden vier.
Mathematik kann manchmal sehr überraschend sein. 🍷😂 Der Abend auf der Rooftop-Bar im Urban Nature rundete alles perfekt ab.
Samstag stand Sylt auf dem Programm. Die Nordbahn erschien tatsächlich pünktlich. Ein historischer Moment. Leider wurde dieses Wunder später durch die Deutsche Bahn wieder ausgeglichen. 30 Minuten Verspätung. Pünktlich zu spät. Wie immer. Dafür gab es auf der Fahrt die übliche Geräuschkulisse: Schreiende Kinder. Genervte Eltern. Einen jubelnden Tinnitus.
List begrüßte uns mit Hafenatmosphäre und einem Fischbrötchen bei Gosch. Keine Möwenattacke. Ein voller Erfolg. Am Nachmittag ging es zum Roten Kliff. Der Weg durch die Dünen war spektakulär. Goldene Sandberge. Kristallklares Wasser. Brandung. Unendliche Weite. Wie aus einem Reisekatalog. Nur schöner. Zum Abschluss ein Iced Caramel Macchiato bei Coffee Fellows. Kalter Espresso. Süßes Karamell. Cremige Milch. Die ideale Belohnung nach einem langen Tag.
Die Rückfahrt verlief erwartungsgemäß DB Like fast pünktlich unspektakuläre und ein Waggon mit müden Urlaubern
Sonntag bis Dienstag – Entspannung, Sonnenbrand und Abschied 😎🌊
Sonntagmorgen wurde klar: Im Innenhof des Urban Nature hatten offenbar mehrere Gäste versucht, die Nacht zum Tag zu machen. Dafür gab es zur Entschädigung viel Kaffee am Buffet. Anschließend Wanderung Richtung Böhl. Vorbei am Pfahlbau Lotti. Vorbei an Salzwiesen mit Schafen und Ziegen.
Vorbei an jeder Menge Nordseeidylle. Salt & Silver war das Ziel. Dort kostete eine Karaffe Leitungswasser 6,50 Euro. Plötzlich erschien sogar Benzin wieder günstig. 😂
Mittags lockte erneut Pasquale. Gemischter Nudelteller. Farfalle mit Lachs und Brokkoli. Rigatoni Bolognese. Perfekt abgeschmeckt. Kräftige Sauce. Beste italienische Küche. Der Nachmittag gehörte der Entspannung. Ganz ohne Kamera. Fast jedenfalls.
Montag. Ein ruhiger Tag. 16 Grad. Leicht bewölkt. Ausgedehnter Spaziergang am Strand. Kalte Füße in der Nordsee. Viele letzte Impressionen.
Zur Belohnung ein Lachsbrötchen. Saftiger Räucherlachs. Frisches Brötchen. Etwas Salat. Schlicht und perfekt. Abends nochmals Gosch-Garnelen. Knoblauch. Olivenöl. Perfekt gebraten. Ein würdiger Abschiedsgruß der Nordsee.
Dienstag. Heimreise. Natürlich nicht ohne Zwischenstopp in der Räucherscheune. Der obligatorische geräucherte Aal für Mami durfte nicht fehlen. Die Fahrt verlief problemlos.Wenig Staus.Keine Überraschungen.Nur viele Erinnerungen.
Und dann die Statistik:
123.467 Schritte.
101 Kilometer.
20.578 Schritte täglich.
Eine durchschnittliche Schrittlänge von 81,8 Zentimetern.
Eigentlich sollte es ein entspannter Urlaub werden. Pustekuchen. 😂
Fazit
St. Peter-Ording hat erneut abgeliefert. Fantastische Sonnenuntergänge. Kilometerlange Strände. Leckeres Essen. Tolle Fotomotive. Wunderbare Ausflüge. Etwas Sonnenbrand auf dem Fußrücken. Und eine Deutsche Bahn, die zuverlässig bewiesen hat, dass Verspätung auch eine Form von Beständigkeit sein kann. Am Ende bleiben Speicherkarten voller Erinnerungen, müde Beine und das sichere Gefühl: Die Nordsee macht süchtig.
Bis zum nächsten Mal, SPO. ❤️🌊📸🍺
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